Skip to main content

Luftfeuchtigkeit im Keller – Wie hoch sollte sie sein?

Luftfeuchtigkeit im Keller – was Sie bei diesem Thema beachten müssen

luftfeuchtigkeit kellerWenn sich Menschen ein Haus kaufen, dann achten sie nicht immer mit einem besonderen Augenmerk auf die Luftfeuchtigkeit, die im Keller herrscht. Sicherlich wird danach geschaut, ob es eine immense Feuchtigkeit oder sogar Feuchtigkeitsschäden gibt. Bedeutsam wird die mögliche Nutzung der Kellerräume häufig erst zu einem späteren Zeitpunkt. Dann kommen die Gedanken auf, ob die Räume als Arbeitsbereich, Spielzimmer, Wohnräume oder nur für die Lagerung von Vorräten und sperrigen Gegenständen, die nicht täglich in Benutzung sind, geeignet sind. Auch für das Trocknen der Wäsche werden diese Räumlichkeiten gern genutzt.

In vielen Fällen werden diese Möglichkeiten erst dann interessant, wenn der Platz in den anderen Wohnräumen nicht mehr ausreicht, zum Beispiel dann, wenn sich die Familie vergrößert hat. Wird die Nutzung der Kellerräume interessant, so sollte zunächst einmal das Baujahr des Hauses eine Rolle spielen.

Was das Baujahr über die Beschaffenheit von dem „Keller“ aussagen kann

Hier gibt es zum Beispiel einen alten Gewölbekeller. Dieser lässt sich üblicherweise in Häusern finden, die älter als 100 Jahre sind. In diesem ist eine stets vorhandene „Luftfeuchtigkeit“ als normal anzusehen. Sie sind für die Lagerung von Getränken durchaus geeignet. Für eine wohnliche Nutzung hingegen kommen diese Räumlichkeiten nicht infrage. Außerdem gibt es noch die Altbaukeller aus den Jahren 1950 bis 1970, bei denen zwar eine seitliche Abdichtung vorhanden ist, die Bodenplatte allerdings nicht mit einer schützenden Folie versehen worden ist. Aus diesem Grund eignen sich auch diese Kellerräume nicht für eine Nutzung als Wohnraum.

Ab 1970 sind die Kellerräume anders gefertigt worden, denn ab diesem Zeitpunkt war es auch üblich, das Haus mit Kellerwohnungen auszustatten. Diese Keller und auch die von Neubauten können sich als Wohnraum nutzen lassen. Die hier vorherrschende Luftfeuchtigkeit ist in der Regel in einem üblichen Maß vorhanden und bietet den Hausbesitzern viele Nutzungsmöglichkeiten der Räume aus der unteren Etage.

Welche Luftfeuchtigkeit erlaubt welche Nutzung?

Der Feuchtigkeitsgehalt in der Luft sagt eine Menge über die Nutzungsmöglichkeiten aus, die die Kellerräume bieten. Werden nur Getränke gelagert, so ist der Feuchtigkeitsanteil in der Raumluft unerheblich. Für Arbeitszimmer oder Hobbykeller und Kellerwohnungen ist ein Feuchtigkeitsgehalt von 40 bis 60 Prozent geeignet. Bei der Lagerung von Lebensmitteln sollte der Gehalt der Feuchtigkeit in der Raumluft bei 50 bis 65 Prozent liegen.

Wichtig ist auch, dass dieser Wert nicht stetig an der Obergrenze liegt. Das Resultat wäre, dass die Lebensmittel schneller Gefahr laufen zu verderben. Die Kontrolle der Feuchtigkeit mit einem Hygrometer in der Raumluft ist immer wichtig, wenn die Räume im Keller vielseitig genutzt werden. Besonders bedeutsam wird dieser Schritt, wenn sich dort eine Waschküche befindet. Die hier getrocknete Wäsche gibt zusätzliche Feuchtigkeit an die Raumluft ab und sorgt für eine Erhöhung der Werte.

Übrigens ist es ein Irrglaube, dass das Lüften der Kellerräume im Sommer ausreichen würde, um den Feuchtigkeitsgehalt in der Waschküche zu regulieren. Die warme Luft kann mehr Feuchtigkeit in sich aufnehmen. Hierdurch kommt es zu einer unnötigen Erhöhung des Feuchtigkeitsanteils. In einigen Fällen ist es sinnvoller, wenn ein Luftentfeuchter aufgestellt wird. Dieser bindet einen nicht unerheblichen Anteil der Feuchtigkeit aus der Raumluft.